Die aktuellen Krisen erzwingen Antworten. Taugt die antike Tugendlehre dabei auch heute noch als Richtschnur? Ein philosophischer Briefwechsel zwischen Michaela Masek und Konrad Paul Liessmann.
So wirkungslos pontifikale Adressen politisch in der Regel bleiben – unter Leo hat sich etwas geändert. Jetzt stehen weitere pontifikale Richtungsentscheidungen an. Eine Analyse.
Mit „Engel des Verschwindens“ hat der kroatische Theatermacher Slobodan Šnajder einen fulminanten Roman über eine starke Frau und die jugoslawische Geschichte des 20. Jahrhunderts geschrieben.
Gewalt gegen Frauen findet im physischen Raum und im Internet statt. Die Reaktionen unterscheiden sich aber deutlich. Kalliopi Mingeirou leitet die Abteilung der UN zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen – und warnt davor, digitale Gewalt zu unterschätzen.
Europa ist kein müder Kontinent im Schatten von USA und China, sondern Role-Model für ein erfolgreiches 21. Jahrhundert. Die Zukunft der offenen Gesellschaft beginnt hier.
Anlässlich des Irankriegs werden in den USA wieder Bedingungen debattiert, unter denen militärische Gewalt moralisch vertretbar sei. Doch Papst Leo scheut sich nicht, Flagge zu zeigen.
Es gibt Klärungsbedarf bei Präparaten, Aufklärungsgesprächen und Regeln für private Einrichtungen. Darüber diskutierten Fachleute bei den Seggauer Gesprächen.
Während der Rest Europas die Grenzen dichtmacht und abschiebt, setzt die sozialistische Regierung in Madrid auf Integration. Hinter dem humanitären Signal steht auch wirtschaftliches Kalkül. Ein Lokalaugenschein.
Alternative Medien ziehen Menschen in ihren Bann. Wie holt man sie zurück? Und wie soll unabhängiger (Qualitäts-)Journalismus künftig gefördert werden? Ein Fokus zum Tag der Pressefreiheit am 3. Mai.
Wir können trotz Ungewissheit handeln, schreibt die Philosophin Katharina Lacina in ihrer Kolumne. Wer wartet, bis alles geklärt ist, hat oft schon verloren.
Laut dem neuen Bericht von Reporter ohne Grenzen befindet sich die weltweite Pressefreiheit auf dem tiefsten Stand seit 25 Jahren. In Österreich gibt es indes einen Aufwind.
Zerrissen noch in der zweiten Generation: Jhumpa Lahiri formt die Situation der indischen Diaspora zu Literatur. Ihre stärksten Werke schrieb sie in einer neuen Sprache.
Was denken Lehrerinnen und Lehrer über Bildungsminister Christoph Wiederkehrs „Plan Zukunft“? Wo sehen sie Baustellen im Schulsystem, und was funktioniert gut?
Nimmt Papst Leo XIV. mit seinem Sager in Richtung gleichgeschlechtlich liebender Menschen ein zentrales Anliegen seines Vorgängers zurück? Nein. Die Sache ist trotzdem ganz schön kompliziert.
Die aktuelle Ausstellung im Wiener mumok lässt vier Künstlerinnen und einen Künstler von heute ihre Arbeiten mit solchen aus den 1920er und 1930er Jahren kombinieren und provoziert damit neue Sichtweisen.
In einem Essay widmet sich der „Zeit“-Feuilletonredakteur Peter Neumann den „Klimazonen der Gesellschaft“. Ein Gespräch über historisches Gepäck, Prägungen im Osten Deutschlands und die aktuellen Lehren aus den Umwälzungen in Ungarn.
Evelio Menjivar-Ayala flüchtete aus El Salvador in die USA. Nun machte ihn Leo XIV. zum Bischof – ausgerechnet in einer Trump Hochburg. Im Vorfeld des Besuchs des US-Außenministers Marco Rubio ist die Ernennung ein Fingerzeig.
In der Kolumne „Hingehört“ geht es um Dinge, die die Autorin unterwegs aufschnappt. Diesmal: Komplimente, die aus der Zeit gefallen wirken, und die Frage, ob wir Zeit überhaupt messen können.
Sie reden Dialekt, studieren, arbeiten, sind ehrenamtlich aktiv – und sollen dennoch gehen müssen. Die Geschwister Oshakuade zeigen, wie Recht und Gerechtigkeit im Einzelfall auseinanderklaffen.
Seit er zehn Jahre alt ist, weiß Felix Zych um seine Autismusdiagnose. Mit dem Verein „Im Spektrum“ baut er Vorurteile ab und setzt sich für Inklusion ein, etwa beim Eurovision Song Contest.
Warum DIE FURCHE lesen?
Zum 80-Jahr-Jubiläum der FURCHE haben wir Wegbegleiter:innen gefragt, warum sie DIE FURCHE lesen - und was dieses Blatt ausmacht.
Für die Patientenanwältin Michaela Wlattnig ist es wichtig, Menschen mit Sterbewunsch mit Respekt zu begegnen. Wesentlich sei die Entlastung von Angehörigen.
Das Beispiel der Geschwister Oshakuade in Tirol zeigt für Migrationsforscherin Judith Kohlenberger, dass sich der Debattenraum im Migrationsbereich verengt und gar nicht mehr nach sinnvollen Bleibealternativen gesucht wird.
Bei seinem Besuch in Washington hielt König Charles III. eine Rede vor dem US-Kongress – und übte subtil Kritik an der Politik von US-Präsident Donald Trump.
Bereits vor drei Monaten präsentierte die Wehrdienstkommission ihre Reformpläne. Doch die Ankündigung einer Volksbefragung durch Kanzler Stocker stoppte die Dynamik. Nun, in Zeiten leerer Kassen, fordert die Kommission selbst ein Plebiszit. Die FPÖ könnte jubeln.
Die Regierung macht keine Anstalten, die Unabhängigkeit des ORF zu stärken. Die Diskussion existenzieller Fragen und eine medienpolitische Strategie wären überfällig.
Vor über 60 Jahren erfand Technikpionier Doug Engelbart die Computer-Maus. Doch in Zeiten von Künstlicher Intelligenz (KI) braucht man das Gerät immer weniger. Ein Nachruf.
Als am 26. April 1986 Reaktor 4 in Tschernobyl explodierte, begann eine Katastrophe, deren Folgen weit über die damalige Sowjetunion hinausreichten. Radioaktive Wolken zogen über Europa – auch Österreich wurde wenige Tage später von stark belastetem Niederschlag getroffen. Vierzig Jahre danach blickt dieses Dossier auf ein Ereignis zurück, das Wissenschaft, Politik, Gesellschaft und Energiewirtschaft bis heute prägt.
Das kommende Doppelbudget der Regierung ist der beste Anlass, um endlich die Energiewende zu schaffen. Zwei junge Stimmen mit einem dringlichen Appell – und etlichen Reformideen.
Lange rangierte der US-Bundesstaat Mississippi auf den hintersten Plätzen in amerikaweiten Bildungsrankings. Doch mittlerweile lesen und rechnen die dortigen Schüler exzellent. Was kann sich Bildungsminister Christoph Wiederkehr (Neos) davon für seinen „Plan Z“ abschauen?
Die Familienministerin streicht der Beratungsstelle ZARA gegen digitale Gewalt und Rassismus die Mittel – und überrascht damit auch die eigenen SPÖ-Regierungskollegen.
Nach Ungarn erlebt nun Bulgarien einen politischen Umbruch. Befeuert ist dieser von der Wut auf die korrupten Eliten und der Hoffnung auf einen starken Mann.
Pripjat war eine moderne Stadt, bis in der Nacht auf den 26. April 1986 der Reaktorblock 4 im AKW Tschernobyl explodierte. Die damalige Leiterin des dortigen Kulturzentrums erinnert sich an das offizielle Schweigen, die Evakuierung und ihr Leben mit den Folgen der Strahlenkrankheit bis heute.
Die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl formte das Zwentendorf-Nein zum politischen Selbstverständnis des Landes. Ein Anti-Atomkraft-Aktivist erinnert sich und warnt vor aktueller Risikovergessenheit.
Mini-AKWs gelten vielen als Hoffnungsträger für Klima, Industrie und Versorgungssicherheit. Doch während Europas Atomfreunde vom großen Comeback träumen, bleibt Österreich in der EU bei seinem kategorischen Nein. Kann und soll es sich damit auf Dauer durchsetzen?
Aktuelle Krisen sowie extremes Leistungsdenken belasten auch die Sexualität. Wie man sich in der Fülle der oft oberflächlichen Beratungs- und Therapieangebote orientieren kann.
Die Irin Jackie Fox verlor ihre Tochter nach jahrelangem Cybermobbing – ihre daraufhin gestartete Gesetzeskampagne führte in Irland zu „Coco’s Law“. Heute kämpft Fox dafür, dass Online-Gewalt in der ganzen EU als Straftat geahndet wird.
Der amerikanische Vizepräsident J. D. Vance hat Papst Leo aufgefordert, sich um Moralfragen zu kümmern – und die Politik Donald Trump zu überlassen. Doch diese Unterscheidung zwischen Politik und Moral ist selbst Teil eines politischen Projekts. Eine Einordnung.
Wie ein Gutachten das Budget des kirchlichen Bildungshauses in Wien-Lainz zum Schwanken brachte und warum er überzeugt ist, dass es kirchliche Bildungseinrichtungen gerade heute braucht, erzählt Direktor Helmut Schumacher.
Als Elizabeth II. am 21. April 1926 geboren wurde, erlebte Großbritannien seinen „Labour-Schock“. Ein Mailüfterl verglichen mit den heutigen Erschütterungen. Rückblick auf ein Jahrhundert des Niedergangs.
In der Kolumne „Hingehört“ geht es um Dinge, die die Autorin unterwegs aufschnappt. Diesmal: Warum wir einander zuhören sollten, auch wenn wir eine Geschichte bereits zum dritten Mal hören.
Angesichts der Budgetverhandlungen für 2027/28 warnen Caritas und Lebenshilfe vor weiteren Kürzungen für Menschen mit Behinderungen. Sparpotenzial sehen sie dafür bei Bürokratie und unnötigen Amtsarztuntersuchungen. Eine Analyse.
Die gebürtige Irin Emma Delaney hat mehr als 30 Jahre lang für BP gearbeitet. Ab September folgt sie Alfred Stern als Vorstandsvorsitzende der teilstaatlichen OMV.
Sie will eine Familie gründen, er (wahrscheinlich) nicht: Eine Frau erzählt, warum der Kinderwunsch bei der Partnersuche und in Beziehungen zunehmend zum Stolperstein wird.
Yoga galt einst als schwer zugänglich und geheimnisumwittert. Heute ist es Teil der globalen Wellness-Industrie. Gunda Windmüllers Buch „Yoga. Wie es wurde was es ist“ bietet Einblicke in eine kuriose und packende Kulturgeschichte.
Mit April 2027 wird es in Österreich leichter möglich sein, Eizellen auch ohne medizinischen Grund einfrieren zu lassen. Die Sozialwissenschafterin Johanna Kostenzer sieht darin einen logischen Schritt. Doch eine Wunderlösung sei das Social Egg Freezing nicht.