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28/2017 - Ein Schuss ins eigene Knie (Rudolf Mitlöhner)
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Ungelesen 12.07.2017, 08:49
Ein Schuss ins eigene Knie

Bei aller Durchschaubarkeit der Vesuche, Sebastian Kurz zu diskreditieren: In Sachen Islamische Kindergartenstudie ist er über das Gesagte hinaus noch etwas schuldig.

| Von Rudolf Mitlöhner

Die Sache mit den „islamischen Kindergärten“ ist noch nicht ausgestanden. Auch eine Woche nach dem Aufkommen der Geschichte über nachträgliche Bearbeitungen einer einschlägigen Studie durch Beamte des Integrationsministeriums gibt es keine befriedigenden Antworten. Die einen tun so, als wären nur ein paar Beistriche geändert worden und orten nichts anderes als ein gigantisches Ablenkungsmanöver vom Problemfeld Integration & Migration. Die anderen sehen jetzt insbesondere Sebastian Kurz als den entlarvt, für den sie ihn immer schon gehalten haben und versuchen im Übrigen den Eindruck zu erwecken, dass ohnedies nie jemand irgendwelche einschlägigen Probleme geleugnet oder ignoriert habe – als hätte es Welcome-Euphorie, Multikulti-Fantasien und dergleichen mehr nie gegeben.
Letzteres ist natürlich Unfug – aber auch Ersteres, also die Bagatellisierung bzw. Relativierung, ist der Sache nicht angemessen. Man mag es so wie Presse-Querschreiber Peter Rabl sehen, der sinngemäß schrieb, es brauche gar keine Studien, um zu sehen, dass es in diesem Bereich ein „Riesenproblem“ gebe. Das ist richtig. Aber es beantwortet nicht die bohrende Frage, warum und mit wessen Wissen die Studie in einer Weise überarbeitet wurde, dass manche Aussagen mehr oder weniger in ihr Gegenteil verkehrt wurden, jedenfalls einen völlig anderen Spin erhalten haben.

Auf „Punkt und Beistrich“

Nehmen wir einmal an, es stimmt, was Integrationsminister Kurz bis jetzt gesagt hat: dass die Studie auch in der vorliegenden Form „auf Punkt und Beistrich“ von ihrem Autor, dem Islamwissenschaftler Ednan