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41/2017 - Und ab Montag dann … (Rudolf Mitlöhner)
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Ungelesen 11.10.2017, 08:53
Und ab Montag dann …

Der Erregungspegel des Wahlkampfes war zuletzt eindeutig zu hoch. Es würde dem Land guttun, bald wieder in den Normalbetriebsmodus zu wechseln. Aufregend genug.

| Von Rudolf Mitlöhner

Wir müssen wieder runterkommen. Das sagt man in Phasen von zu viel Stress, Hektik, Aufregung et cetera. Das gilt jetzt auch für die politische Lage: Der Erregungspegel tut dem Land auf Dauer nicht gut, es ist Zeit, wieder in den Normalbetriebsmodus zu wechseln. Der ist ohnedies – angesichts der vielfältigen Herausforderungen (Migration, Ökonomie, Sicherheit, Soziales), zumal vor geopolitisch angespannter Lage – aufregend genug. Wir haben erst ein Jahr Bundespräsidentschaftswahlkampf hinter uns, gefolgt von dem sich nun zu Ende neigenden um die Mandate im Nationalrat. Nun würden wir es dann gern gut sein lassen und uns nicht mit „Politik-Politik“ sonder mit Politik befassen: mit Ideen der künftigen Regierung zur Reform des Landes und mit deren Umsetzung, mit (konstruktiver) Kritik beziehungsweise Alternativvorschlägen der Oppositionsparteien – mit Wegweisern für die Zukunft Österreichs in Europa.
Ein frommer Wunsch? Gewiss, man soll sich keine Illusionen machen: Politik war immer schon und ist nicht erst in Zeiten von Social Media zu einem Teil Spektakel, Unterhaltung – Politainment eben. Auch dessen dunkle Seiten (Stichwort z. B.: „Dirty Campaigning“) waren seit jeher Bestandteil der politischen Spiels, wie Heinz Nußbaumer zu Recht schreibt.

Bitte verhandeln, Regierung bilden, regieren

Aber die Sache kann auch kippen. Und diesem Punkt sind wir in dem aktuellen und dem vorhergehenden Wahlkampf zumindest nahe gekommen. Dann steigt der Verdruss des Publikums, das Vertrauen in demokratisch-rechtsstaatliche I