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Chuzpe - 39/2017

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Räudiger Punk-Sound aus Wien

| Von Michael Kraßnitzer

„Chuzpe“ ist das jiddische Wort für Unverfrorenheit oder Frechheit. Logisch, dass sich die allererste österreichische Punk-Band „Chuzpe“ nannte. Passend zur großen Pop-Ausstellung „Ganz Wien“ im Wien Museum startet nun ein Dokumentarfilm über die 1977 gegründete Gruppe, die dem rauen, räudigen Punk-Sound mit Texten im Wiener Slang („Beislanarchie“) eine ganz spezielle Note verlieh. Der Film von Peter Ily Huemer, der hauptsächlich aus aktuellen Interviews mit überlebenden Zeitzeugen besteht, ist zwar in erster Linie das Porträt einer Band, doch es ist auch ein wirklich interessantes Porträt des damaligen Zeitgeistes. Die Protagonisten empfanden das Wien der späten 1970er-Jahre als graue, tote Ostblock-Stadt, in der jede Form des Andersseins unterdrückt wurde. Sie sahen sich als Underground, der sich gegen Ödnis und Repression mit den Mitteln der Provokation und der Destruktion radikal auflehnte. Aus der heutigen Perspektive des kulturellen „Anything goes“ ein Rückblick in eine Welt, die 
seit ewig versunken zu sein scheint.


Chuzpe
A 2017. Regie: Peter Ily Huemer.

Stadtkino. 88 Min.
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