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Das Löwenmädchen - 38/2017

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Hässliches weichgezeichnet

| Von Heidi Strobel

Dem Stationsmeister der norwegischen Staatsbahn wird von seiner Ehefrau, die bei der Geburt verstarb, ein dichtbehaartes „Monster“ geboren. Zwar kann sich Gustav Arctander an das freundliche Geschöpf gewöhnen, aber am liebsten würde er es verstecken. Vibeke Idsøe erzählt, basierend auf Erik Fosnes Hansens Roman, von der Entwicklung eines Mädchens mit Gendefekt zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
„Das Löwenmädchen“ deutet Evas Äußeres, das nicht im mindesten dem heutigen Schönheitsideal entspricht, als Chance für die weibliche Selbstverwirklichung um und arbeitet negativen Gefühlen entgegen, mit einem immensen monetären Aufwand für die Gestaltung der Maske und mit schön anzuschauenden, wohlkomponierten Bildern. Doch dabei wird die Protagonistin geradezu weichgezeichnet, wirkt fast rein im Vergleich zum Buch, was beispielsweise in der Darstellung ihrer ersten Liebe deutlich wird. Damit will der Film natürlich verhindern, dass die Schaulust des Zuschauers, die Faszination des Hässlichen stimuliert wird, aber zugleich erscheint Evas Ausgrenzung angesichts des damals vorherrschenden rassebiologischen Blicks in allzu freundlichem Licht.


Das Löwenmädchen (Løvekvinnen)
D/N/S 2016. Regie: Vibeke Idsøe. 

Mit Rolf Lassgård, Ken Duken, 
Connie Nielsen.
Einhorn 118 Min.
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