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Hampstead Park – Aussicht auf Liebe - 34/2017

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Liebe in Gentrifizierungs-Zeiten

KURZKRITIK

| Von Heidi Strobel


„Hampstead Park“ geht als moderne Softversion von Karl Marx’ Aufruf: „Proletarier aller Länder, vereinigt euch!“ durch. So verbündet sich die Amerikanerin Emily Walters, die nach dem Tod ihres Mannes auf einem erdrückenden Schuldenberg sitzt, mit dem wilden, zugleich kultivierten Sonderling Donald Horner, als der in besagtem Park des noblen, grünen Londoner Vororts Hampstead aus seiner selbstgezimmerten Hütte vertrieben werden soll wegen geplanter Luxusapartments.
Joel Hopkins hat in die Liebesgeschichte zweier reiferer Menschen das brisante Thema der Gentrifizierung eingeflochten. Trotzdem will der Film kein Sozialdrama sein, sondern kommt leichtfüßig daher, begleitet von einer unbeschwert dahinplätschernden Musik. Dabei verkörpert Donald Horner das Ideal: statt Mehrwert zu steigern, heißt es, sich treu zu bleiben, naturnah und ressourcenschonend zu leben. Dass das romantische Bild vergröbert, Sozialkitsch ist, zeigt sich spätestens dann, wenn Emily nach ihrem erfolgreichen Prozess beider Zukunft in einem Haus auf dem Land sieht, das sie sich immer noch leisten kann.
Wenn sie am Ende mit einem Huhn herumspaziert, erinnert das ein wenig an Isabella Rossellini. Die hat ihr Bauernhof zu dem Buch: „Meine Hühner und ich“ inspiriert.


Hampstead Park –
Aussicht auf Liebe (Hampstead)

GB 2017. Regie: Joel Hopkins.
Mit Diane Keaton, Brendan Gleeson.

Einhorn. 102 Min.
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