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Die Schlösser aus Sand - 34/2017

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Doch nicht auf Sand gebaut?

Tragikomödie

| Von Otto Friedrich


„Sandburgen“ wäre die Übersetzung von „Les Châteaux de Sable“ – und damit auch im Filmtitel das gesagt, was über Olivier Jahans zweiten Spielfilm – 15 Jahre nach seinem Erstling – vorab zu sagen wäre. Doch der deutsche Verleih nahm mit „.Die Schlösser aus Sand“ mit der wortwörtlichen Übertragung vorlieb – was den Sinn des französischen Originals doch einigermaßen entstellt.
Dabei sind die Beziehungen, an denen Samuel baut, eben Sandburgen, die von der nächsten Flut ebenso bedroht sind wie von der Brise, die in seinem und seiner Frauen Leben daherweht. „Sandburgen sind Gebilde, die aufgebaut werden, über Nacht kaputtgehen und am nächsten Tag wieder aufgebaut werden“: So charakterisiert Regisseur Jahan seine Filmidee.
Um solche Fragilität geht es den ganzen Film lang, dessen Handlung von einer Erzählung aus dem Off weitergetrieben wird: Éléonore, Anfang dreißig, trauert um ihren Vater, der der Fotografin sein Haus im bretonischen Côtes d’Armor hinterlassen hat. Weil es ihr finanziell nicht gut geht, muss sie dieses Haus verkaufen.
Doch Éléonore kommt über des Vaters Tod nicht hinweg und nimmt daher Samuel, ihren Ex, mit, obwohl der Laure, mit der er nun zusammenlebt, dafür ein paar Tage lang allein lassen muss.

Französischer Liebesfilm

Ein riskantes Unterfangen, da die Beziehung mit Samuel, den Éléonore wegen eines anderen verlassen hat, weniger abgekühlt ist, als die trauernde Tochter wahrhaben will. Schließlich ist da noch Claire, die Immobilienmaklerin, die Éléonores Haus verkaufen soll, sodass sich Samuel zwar als Mann, jedenfalls zeitweilig, erneut an Éléonores Seite wiederfindet, gleichzeitig jedoch weder die zu Hause gebliebene Laure noch die geschäftige Claire kalt lässt.
Eine Ménage à quatre also? Oder doch die Heimkehr eines Verlorenen? Olivier Jahans Tragikomödie erweist sich als klassischer französischer Liebesfilm, der vor allem von der Darstellung Yannick Reniers (Samuel) und Emma de Caunes’ (Éléonore) lebt. Aber auch Jeanne Rosa, die der umtriebigen Claire Gestalt verleiht, trägt zum virtuos verknoteten Gefühlswirrwarr bei, das sich vor des Zuschauers Augen erst langsam zu lösen beginnt.


Die Schlösser aus 
Sand
(Les Châteaux de Sable)

F 2015. Regie: Olivier Jahan.
Mit Emma de Caunes, Yannick Renier,
Jeanne Rosa. 
Polyfilm. 102 Min.
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