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Agnus Dei – Die Unschuldigen - 24/2017

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„Vergewaltigung ist eine Waffe im Krieg“

Im Film „Agnus Dei. Die Unschuldigen“ bringt Anne Fontaine den Wahnsinn des Kriegs ebenso auf die Leinwand wie Fragen nach Widerstand, Ergebung – und dem Glauben.

| Von Otto Friedrich


Als Filmbiografin von Coco Chanel (2009) ist Anne Fontaine bekannt. In „Agnus Dei. Die Unschuldigen“ nimmt sich die französische Regisseurin mitreißend und mitnehmend der Geschichte eines polnischen Frauenkonvents anno 1945 an, wo einige Schwestern nach der Vergewaltigung durch Sowjetsoldaten schwanger geworden sind. In die hermetische Welt des Kloster fällt das Böse von draußen ein – und die einem heiligmäßigen Leben verpflichteten Frauen werden in ihrem Glauben, aber auch im gesunden Menschenverstand aufs Äußerste angefochten. Die einen wie Schwester Maria (Agata Buzek) wachsen daran, die Mutter Oberin (Agata Kulesza) gerät hingegen in tiefste Abgründe. Auch die junge französische Ärztin Mathilde (Lou de Laâge), die den Schwestern beisteht, muss sich, obwohl sie nicht glaubt, in diese religiöse Auseinandersetzung begeben. Mit Ernst, großer Empathie und ohne Vorverurteilung wirft der Film Grundfragen des Menschseins auf. Ein grandioses Ensemble unterstützt dieses Anliegen: Dass die Protagonistinnen in ihrer jeweili-gen Sprache (französisch und polnisch) agieren, erhöht die Authentizität weiter.


Agnus Dei – Die Unschuldigen
(Les Innocentes)

F/PL 2016. Regie: Anne Fontaine.
Mit Lou de Laâge, Agata Buzek, Agata Kulesza.
Thimfilm. 115 Min.
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