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Mein Leben als Zucchini - 07/2017

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Ein Film wie eine Parabel

Animationsfilm


| Von Otto Friedrich

Die Preise bei Kinderfilmfestivals (auch des Wiener) purzelten. Nun ist „Mein Leben als Zucchini“ auch für den Animationsfilm-Oscar nominiert – und hätte diesen wirklich verdient. Außerdem greift gerade in diesem Werk des Schweizer Regisseurs Claude Barras die Unterscheidung für Kinder und Erwachsene überhaupt nicht: „Mein Leben als Zucchini“ hält für Klein und Groß gleichermaßen Stoff zum Schauen und zum Nachdenken bereit.
Der Film ist die animierte Adaption des Romans von Gilles Paris und setzt Kindern und Jugendlichen aus sprichwörtlich „schwierigen“ Verhältnissen“ ein unnachahmliches Denkmal. Eigentlich heißt der Protagonist der Geschichte Icare, der nach dem von ihm verschuldeten Tod seiner alkoholkranken Mutter ins Waisenhaus kommt. Dort trifft der Courgette (dt. „Zucchini“) genannt werden Wollende auf eine ebenso illustre wie rührende Runde – das naseweise Alphatier Simon, den verträumten Ahmed, die verheulte Alice und andere, die alle schreckliche Lebensgeschichten hinter sich haben. Doch im Waisenhaus finden alle ihr Zuhause, und als das Mädchen Camille zu den anderen stößt, wird auch dem neunjährigen Zucchini der Kopf verdreht. Ob der nette Polizist Raymond, der Zucchini ins Waisenhaus gebracht hat, mithelfen kann, die verwundeten Seelen ein wenig zu heilen?

Zum Leben erweckte Puppen

Die von Regisseur Claude Barras und der Animations-Regisseurin Kim Keukeleire zum Leben erweckten Puppen strahlen durch ihre farbenprächtig konturierte Mimik ein ganz besonderes Flair aus. Und die Musik der Schweizer Singer-Songwriterin Sophie Hunger unterstreicht die Farben, die nicht nur aus den Gesichtern der Puppen entgegenlachen.
Der Film lebt vor allem durch die Umkehrung der Klischees: Das Kinderheim ist hier nicht der Horror, sondern der Ort der Geborgenheit schlechthin, und die Menschen darin eine Gruppe von Hoffenden – trotz widrigster Umstände. Ein Film wie eine Parabel. Eine sympathische noch dazu.

Mein Leben als Zucchini
(Ma vie de Courgette)

CH/F 2016. Regie: Claude Barras.
Thimfilm. 66 Min.
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