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ABC der fabelhaften Prinzessinnen - 10/2013

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Apfelsine bis Zenobia

Von Karin Haller

Die Generation web 2.0 mag die Partnersuche im Internet bevorzugen, viel vergnüglicher ist jedoch eine Brautschau wie diese: Als Willem, ein ganz prächtiger Vogelprinz, ins heiratsfähige Alter kommt, lässt seine Familie 26 Bewerberinnen von überall her anreisen, um sich bei ihm vorzustellen.

Stabreim und Zungenbrecher

Von Prinzessin Apfelsine aus Aachen bis Prinzessin Zenobia aus Zürich – jeder Vogeldame ist eine Doppelseite gewidmet, auf der sie sich präsentieren darf: Woher sie kommt, welche Eigenschaften sie auszeichnen, was sie mag und was sie nicht mag, was sie so tut und welches Geschenk sie dem jungen Prinzen mitgebracht hat. Selbstverständlich passen die jeweiligen Charakteristika, Vorlieben, Abneigungen, Aktivitäten und Mitbringsel in ihren Anfangsbuchstaben perfekt zu ihren jeweiligen Trägerinnen. So ist etwa Dagoberta aus Dschibuti dreist, dickköpfig, draufgängerisch, direkt und dramatisch, und Jolanda jodelt mit ihren Jugendfreunden Josef und Johanna zu jeder Jahreszeit. Es lebe der Stabreim und der Zungenbrecher.
Willy Puchner, eben erst mehrfach für seine „Welt der Farben“ ausgezeichnet, scheint nicht müde zu werden, um die Ecke zu denken, sich ausgefallene Bilder und Wörter einfallen zu lassen. Er ist keiner, der ein Mädchen „Marie“ nennen würde, bei ihm heißen sie Musidora, Ozenana oder Tuba und ihre Geschenke – Apfelstäbe, nutzlose Nashornballons oder Quastelhunde – sind auch nicht überall zu haben. Und erst ihre Garderobe! Farbenfroh wie ein Regenbogen oder in gedeckten Tönen, aber immer voller Überraschungen und witziger Details. Kein Wunder, dass sich Prinz Willem nicht zwischen den Grazien entscheiden kann – hat doch jede einzelne ihre ganz besonderen Qualitäten.

Einladung zum Sprachspiel


Deren vorrangigste es ist, die Zuhörenden, Betrachtenden nicht nur bestens zu unterhalten, sondern dazu zu inspirieren, sich selbst möglichst viele außergewöhnliche Worte zu einem Buchstaben einfallen zu lassen.
Ursprünglich waren ABC-Bücher Fibeln, Schulbücher. Damit hat der Künstler nichts am Hut. Hier geht es nicht um Spracherwerb, sondern um Sprachspiel. Auch wenn die zu Fülligkeit und Schrulligkeit neigenden Mädels dieses Castings bei einem klassischen Modelwettbewerb möglicherweise weniger Chancen hätten – sie sind vom Hütchen oder Krönchen bis zu den Schnabelschuhen einfach nur: formvollendet, fantasievoll, formidabel – fabelhaft!


ABC der fabelhaften Prinzessinnen
Von Willy Puchner
Nord-Süd-Verlag 2013.
64 S., geb., € 20,60

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