ro ro

Navigation
Literaturkritik | Filmkritik | Dossiers | Suchen
You do not have permission to download files

Schottentor - 37/2010

Herunterladen
Das Jonas-Reindl als Kammerspiel-Ort

Von Otto Friedrich

Nicht jedermanns Sache war Caspar Pfaundlers erster Spielfilm „Lost and Found“ (2001) über die Irrungen eines Österreichers in Taipeh. Sein neues Opus „Schottentor“ dürfte da weit mehr Zuspruch erfahren: Das „Jonas-
Reindl“, Wiens größter Straßenbahn- und U-Bahnknoten ist Kulminations- und Verbindungspunkt mehrerer Geschichten, in denen sich sechs Personen treffen und/oder verfehlen: Die Blumenverkäuferin Claudia (Gerti Drassl) zeichnet nebenbei; Peter (dargestellt von Burgschauspieler David Oberkogler) kauft täglich eine Blume – immer in einer anderen Farbe – und träumt sonst vor sich hin. Der einmal mehr großartige Hannes Thanheiser mimt einen obdachlosen Alten, der in die--
sem Verkehrs- und (Nicht-)Beziehungsgeflecht sein Ende erwartet.
Simon, der junge Vortragende an der nahen Uni (Markus Westphal), geht seines Lehrauftrags wie seines Lebensmuts verlustig. Und Lena (Claudia Kottal) lässt sich als 
Mädchen für alles beim Film, den der „Regisseur“ (Michael Masula) dreht, einspannen und beleidigen.
Beiläufig zeigt „Schottentor“ Fragmente dieser Schicksale, die durch den Ort miteinander verknotet werden, aber zueinander doch mehr oder weniger lose bleiben. Ein Allltagsblick auf Alltagsgeschichten, denen ein diskreter Charme innewohnt wie ebensolche Traurigkeit. Österreichischer Film als Kammerspiel. Ein sehenswertes noch dazu.


Schottentor
A 2009. Regie: Caspar Pfaundler. Mit D. Oberkogler u.a., Filmladen. 123 Min.
You do not have permission to download files


DownloadsII 5.0.4 by CyberRanger & Jelle
Based on ecDownloads 4.1 © Ronin



Powered by vBulletin® Version 3.6.5 (Deutsch) | Copyright ©2000 - 2017, Jelsoft Enterprises Ltd.
ro
ro ro
Werbung